Wieder ein Knüller: das 8. Skiffle Festival!

Seit fast 10 Jahren gibt es in Hamburg wieder ein Skiffle-Festival. Und es wird jedes Jahr besser! Hier der erste Bericht:

Die Steam Skiffle Gang machte den Anfang. Der neue Waschbrettspieler Rolf Depping half kräftig mit, die Skifflefans auf Betriebstemperatur zu bringen.
Das war nötig, denn die Meisten hatten bereits vor dem Einlass in einer langen Schlange vor der Tür dem Winterwetter getrotzt. Aber die Work Songs und Donegan-Stücke der eher traditionellen Gruppe, die übrigens alle Gagen an die Hilfe für Behinderte stiftet, schafften bald die erwünschte Atmosphäre.

Weiter ging es mit The Old Boys Skiffle Corporation, berüchtigt für ihre Geschwindigkeit und beliebt für ihren mehrstimmigen Gospelchor (leider noch kein Bild dazu, ging nicht, ich brauchte die Hände für die Gitarre!). Irische, Jazz- und Country-Stücke lockerten das Programm auf und die Klassiker wie Haarmann (Warte, warte nur ein Weilchen...) und Lambretta durften auch nicht fehlen. Das sagen-umwobene "Skiffle-Horn" sorgte für Blechbläser-artige Soli, bisschen Jazz muss ja sein.

Der Auftritt der Appeltown Washboard Worms brachte vermutlich auch die letzte Skiffle-Vorstellung des jungen Waschbrettspielers und Schlagzeugers Norman Lockschen in diesem Hause mit, denn wie wir hören, wird er die Band verlassen, weil die von ihm gegründete Punkband einen so grossen Erfolg hat, dass er keine Zeit mehr für Skiffle findet. Eine bedauerlich Nachricht, denn gerade Nachwuchs gibt es doch in dieser Musikrichtung zu wenig. Trotzdem waren die Appeltowns gut drauf wie immer und zogen das Publikum in gewohnter Weise mit Skiffle und Rock in ihren Bann. Gastmusiker Reiner Grubert lieferte auf dem Piano Boogie-sound und rasante Country-Soli auf der Geige.

Für einen musikalischen Ausflug in die Swamps von Louisiana sorgte die nächste Band, MaCajun. Auch sie hatten einen Gastmusiker mitgebracht, Horst Ramacher von "Fais Do Do" aus Buxtehude als Waschbrettvertretung für Henning Lindner, der reif für die Insel war und erst im April zurückerwartet wird.
Diese Musik fügt sich als willkommene Abwechslung immer wieder gut in den Skiffle ein. Cajun ist deutlich mehr instrumental betont und durch die Anwendung von zeitweise zwei "Frottoirs", wie die Waschbretter zum Umhängen genannt werden, ist die Verwandschaft trotzdem unüberhörbar.

J.J.Tabb hatte als nächste Gruppe Gelegenheit, das dankbare Publikum zu faszinieren, und das wurde auch gnadenlos genutzt. Happy Musik im Skifflesound, so bezeichnet die Band selbst ihren Musikstil, alte und neuere, internationale und deutsche Schlager, heftiger Rock’n’Roll und bekannte Jazzstandards, zu dieser Musik kann man durchaus tanzen!
Leider muss auch diese Gruppe Federn lassen, wie wir hörten, wird der Teekistenbasspieler, der auch recht häufig singt, aufhören. Diese Art Musiker sind leider dünn gesät. Wir hoffen, sie finden Ersatz!

Als Special Guest kam Yellow Moon in grosser Besetzung, die Bühne der Fabrik war mit 9 Personen gut gefüllt. Diese Hamburger Band spielt handgemachte Musik aus dem Süden Amerikas, und das absolut gekonnt. Kein Wunder, die Musiker dieser Formation erlebt man einzeln sonst auch mal mit Tom Shaka, Abi Wallenstein oder Henry Heggen. Den nachhaltigsten Eindruck beim begeisterten Skiffle-Publikum hinterliessen gleich zwei Teekisten-ähnliche Instrumente, die allerdings nicht als Bass, sondern als Schlagzeug genutzt wurden, die sogenannten Cajons.

Gespielt von Leuten, die das augenscheinlich auch nicht gerade zum ersten Mal machten, brachten diese unscheinbaren Kisten fantaschtische Rhytmen hervor und als sie gar noch ein gemeinsames Solo zelebrierten, war das Hamburger Skiffle-Publikum absolut von den Socken. Ein echtes Erlebnis, diese Band!

In den Pausen spielte auf vielfachen Wunsch wieder Jan Fischer am Boogie-Piano. Auch das fand wieder viele Freunde. Ein schöner Kontrast zum Geschehen auf der Bühne!

Aus Bünde war Waschbretthersteller Wolfgang Voss mit seiner Waschbrettproduktion wieder dabei, für viele Skifflefreunde Gelegenheit zum Ausprobieren und für unsere Musiker zum Erwerb der ständig verschleissenden Metallfingerhüte.

Auch der CD-Verkaufsstand mit interessanten Skiffle Cd's fand reichlich Zuspruch, Festival-Kazoos und T-Shirts gingen weg wie warme Semmeln.

Einhellige Meinung unter Musikern, Veranstaltern und Gästen: Das Festival wird jedes Jahr schöner.

Und: wir alle freuen uns auf die Summer Skiffle Night, die am 17. September erstmals stattfindet. Wir hoffen auf einen vergleichbaren Erfolg!

Das Skiffle Festival Plakat ansehen kann man sich hier

Und den Flyer (Informationsblatt) findet ihr hier: Vorderseite - Rückseite

Und: es kommen noch mehr Bilder! ein paar Leute haben jedenfalls versprochen, mir ihre Beute zur Verfügung zu stellen. Ich bin für jeden Beitrag dankbar!
tilman (Netzmeister)

alle Bilder: tilman virgin


Das Skiffle Festival Kazoo!

Exklusiv für uns in hervorragender Qualität angefertigt bei Kazoobie Inc. in Florida (USA). Keine billige Fernost-Qualität! Aufgrund der hohen Stückzahl kaben wir einen guten Preis bekommen und können es jetzt anbieten für unschlagbare 1.50€
am Besten beim Kauf einer CD portofrei mit bestellen!

Achtung! Wir haben auf dem Skiffle-Festival so viele verkauft, dass nur noch eine begrenzte Zahl zur Verfügung steht. Trotzdem: Ab 10 Stück ist der Versand portofrei!